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Australien, Sydney - Paulas Erfahrungsbericht zum Auslandssemester

„Ich würde den Aufenthalt tatsächlich zu den besten Zeiten meines Lebens zählen. Ich empfand vor allem die Kombination von Urlaub und Studium besonders schön.“

Vorbereitung

Ich habe mich für ICMS entschieden, da ich unbedingt ein Auslandssemester auf Englisch absolvieren wollte und davon ausgegangen bin, dass der Aufenthalt auf einem ganz anderen Kontinent, den ich vorher noch nie bereist habe, einen sehr großen Erfahrungswert mit sich bringt. 

Aufenthalt

Die Hochschule selbst einen sehr seriösen und bemerkenswerten Eindruck vermittelt: die Universität selbst ist ein Schloss, das eine natürliche Umgebung und nahen Strandzugang besitzt. Außerdem ist für die Vorlesungen formelle Kleidung vorgeschrieben. Es kann zwischen vielen verschiedenen Studiengängen ausgewählt werden und die Schule ist für ihren internationalen Austausch bekannt, sodass ich mir erhofft habe, viele unterschiedliche Kulturen, Sprachen und Mentalitäten kennenzulernen. Die Kurse, Mahlzeiten und Schlafsäle befinden sich alle auf dem Campus, was ich auch sehr beeindruckend fand.

Die Schule befindet sich in Manly, welcher ein kleiner Nachbarort von Sydney ist. Nach Sydney gelangt man von dort aus schnell mit einer zwanzig-minütigen Bootsfahrt, um das aufregende Stadt- und Partyleben zu genießen. In Manly selbst gibt es zwar auch viele Restaurants, Cafés und Aktivitäten, allerdings ist die Atmosphäre dort eher ruhig und familiär. Der Ort eignet sich perfekt um joggen, spazieren, surfen, shoppen, essen und an den Strand zu gehen sowie Sport zu machen und die Natur zu genießen.

Alle Aktivitäten finden in der Nähe des Strandes statt, sodass man jederzeit im Urlaubsmodus ist. Außerdem besitzen die Australier einen ganz anderen Rhythmus: morgens um 6 zum Sonnenaufgang befinden sich bereits Surfer, Yoga-Gruppen, Jogger und Volleyballspieler am Strand, während am Abend gegen 22 Uhr die Straßen leer sind. Was mir sehr stark positiv aufgefallen ist, sind die vielen Familien, Kinder und Haustiere die täglich unterwegs sind. Es gibt einem ein sehr sicheres und integratives Gefühl, was sich zum Beispiel auch in den starken Regulierungen bezüglich Alkoholkonsum und der Sicherheit am Strand widerspiegelt. Man muss als Mädchen keine Angst haben abends allein zum Campus zurückzukehren. Zumindest habe ich mich persönlich nie bedroht oder unsicher gefühlt, da ich dort nie Begegnungen mit ungewöhnlichen Gestalten hatte. Zudem ist der Ort sehr sauber und vom Umfeld her sehr angenehm gestaltet.

An der Schule selbst habe ich sehr viele schöne und nie erwartete Erfahrungen sammeln können. Ich würde den Aufenthalt tatsächlich zu den besten Zeiten meines Lebens zählen. Ich empfand vor allem die Kombination von Urlaub und Studium besonders schön. Durch das Studium an der Uni konnte ich Dinge erleben, die ich als bloße Reisende nicht hätte erfahren können. Dazu zählen beispielsweise das Campusleben, der Austausch mit vielen internationalen Studenten, das Tragen des sogenannten Business-Attire, die Teilnahme an schulischen Aktivitäten und die englischsprachigen Vorlesungen. Das Uni-Leben ist dort ganz anders als hier und ist durch das neue kulturelle Umfeld noch viel unterhaltsamer. Aber auch die Menschen und Aktivitäten in Australien unterscheiden sich völlig. Man empfindet dort sozusagen einen ganz anderen ,,vibe“. Unter anderem habe ich viele verschiedene Nationalitäten kennengelernt: darunter waren Studenten mit amerikanischer, australischer, französischer, spanischer, italienischer, japanischer, chinesischer, deutscher und schweizerischer Herkunft. Die unterschiedlichen Kulturen und damit einhergehenden Mindsets ermöglichen einem eine viel breitere Perspektive, eröffnen einem neue Möglichkeiten und haben meinen Horizont stark erweitert.

Ausflüge

In der Schule haben sich eigentlich alle miteinander verstanden, doch wie gewöhnlich haben sich auch dort spezielle Gruppen gebildet. Mit meinen Freunden, die ich dort kennengelernt habe, haben wir die verschiedensten Ausflüge unternommen. Entweder haben wir ein Auto gemietet, um an weiter entfernte Strände zu fahren, haben die australische Natur und Landschaften erkundet und Restaurants, Cafés und Museen besucht, sind sowohl in der Woche als auch am Wochenende in Bars und Nachtclubs gegangen etc.

Demnach finde ich, dass das Studium der perfekte Ausgleich zur Freizeit ist, da man diese so umso mehr wertschätzt und es einem eine gewisse Alltagsstruktur und Routine gibt. Zu meinen persönlichen Pflichten gehörten bspw. regelmäßig joggen und ins Fitnessstudio zu gehen, in einem Restaurant zu kellnern und nebenbei die Vorlesungen zu besuchen sowie meine Abgaben vorzubereiten. Danach bzw. zwischendurch konnte man sich immer auf Freunde und abwechslungsreiche Aktivitäten freuen, die entweder privat oder mit schulischem Hintergrund stattfanden. Dazu zählten bspw. die Orientation-Week, Bootsparties, Veranstaltungen in der Basement-Bar am Campus, Campus-Sport (Running-Club, Tennis und Fußball- Anlage vor Ort), Filme- und Spieleabende, gemeinsames Grillen, Ausflüge etc. Ich denke meine persönlichen Highlights waren die Tequila-Tuesday-Tradition und das gemeinsame Campus-Essen. Jeden Dienstag fanden Fußballturniere am schuleigenen Sportcourt statt, bei welchen wirklich jeder teilnahm, um das eigene Team anzufeuern. Danach gingen alle in eine bestimmte Bar (The Hold), um gemeinsam zu trinken, zu feiern und zu singen. Das Schulessen empfanden deshalb viele als besonders familiär, da wir jeden Morgen, Mittag und Abend zusammen in der Mensa aßen und man so jedes Mal in unterhaltsame Gespräche mit Freunden, aber auch völlig neuen Leuten kam.

Gestaltung des Studiums

An der australischen Hochschule finden keine finalen Abschlussprüfungen statt, sondern es gibt regelmäßige wöchentliche Abgaben, die die finale Endnote zusammenstellen. Je nach Fach können dies Präsentationen, Hausarbeiten, Quizfragen, Gruppenarbeiten etc. sein. Dadurch, dass jeder Student unterschiedliche Fristen einzuhalten, unterschiedlich viele Assessments abzugeben und man zwischen den einzelnen Abgaben immer nur ca. eine Woche Zeit hat, kann sich der Lernprozess schon sehr anstrengend gestalten. Die Freunde sind nicht immer zur gleichen Zeit verfügbar und man muss sich sozusagen ohne Unterbrechung auf Abgaben vorbereiten. Dementsprechend hatte ich manchmal das Gefühl, dass ich durch die stetigen Assessments kostbare Zeit verlieren würde, die ich in Freunde, Freizeit und das Erkunden und Entdecken von Australien investieren könnte.

Dennoch: wenn die Zeit limitiert ist, weiß man sie umso mehr zu schätzen und zu nutzen. Ich denke, dass die Schule nicht nur Vorlesungsinhalte und Leistungsvermögen abfragt, sondern durch das andere Konzept vor allem auch allgemeine karriererelevante Fähigkeiten wie die eigene Belastbarkeit, das Organisationsvermögen und das Arbeiten unter Stress testet. Man kann sich seine Arbeitszeit selbst einteilen, dennoch liegt es an einem selbst, alles miteinander zu vereinbaren und sich zu strukturieren. Demnach gab es auch sehr herausfordernde Zeiten, doch anstatt es negativ zu sehen, denke ich, dass ich dadurch gewachsen bin und es mich in meinen persönlichen Fähigkeiten sehr bestärkt hat. Außerdem konnte ich sowohl meine Englisch- als auch Französisch - kenntnisse viel weiter vertiefen und ausbauen.

Fazit 

Insgesamt kann ich nur wiederholen, dass der Austausch an ICMS tatsächlich die beste Zeit meines Lebens war. Das Umfeld, die Leute, die Atmosphäre, das Uni-Leben, der gemeinsame Austausch, die Atmosphäre, die Aktivitäten und Möglichkeiten sind atemberaubend und kaum vorstellbar. Deswegen nennen meine Freunde und ich es immer noch ,,the unreal time“. Die Zeit ging so schnell vorbei, als hätte es sie nie gegeben, doch gleichzeitig war sie so schön, dass ich in diesem Bericht gar nicht wirklich die Worte finde, um zu beschreiben, wie ich mich dort gefühlt habe. Man
muss es einfach selbst erfahren und erleben. Meine Perspektive hat sich völlig erweitert und ich habe immer noch Kontakt zu meinen dortigen Freunden undmeinem französischen Freund, den ich dort kennengelernt habe und mit welchem ich momentan zusammen reise. Ich muss besonders hervorheben, dass es organisatorisch
sehr anspruchsvoll war und ich sehr viel Angst hatte, allein an den weit entferntesten Kontinent zu fliegen, aber zusammengefasst kann ich nur sagen, dass es sich mehr als gelohnt hat und ich es jederzeit noch einmal machen würde.

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