„Besonders der internationale Studienkontext zeigte mir, wie wichtig interkulturelle Erfahrungen für eine spätere Tätigkeit in einem internationalen Umfeld sind. Während meines Aufenthalts in Sydney knüpfte ich zahlreiche Kontakte zu Studierenden aus verschiedenen Ländern, was mir neue Perspektiven auf Studium, Arbeitswelt und Kultur eröffnete.“
Im Zeitraum vom 25. August bis zum 30. November absolvierte ich im Rahmen meines Studiums ein Auslandssemester am International College of Management Sydney (ICMS) in Manly, ein Stadtteil von Sydney in Australien. An meiner Heimathochschule studiere ich Wirtschaftsingenieurwesen mit der Fachrichtung Maschinenbau. Das Auslandssemester stellte für mich eine wertvolle Ergänzung zu meinem bisherigen Studium dar und hat mir enorm geholfen fachlich als auch persönlich zahlreiche neue Erfahrungen zu erlangen.
Vorbereitung
Die Vorbereitung auf das Auslandssemester begann mehrere Monate im Voraus. Eine große Unterstützung war dabei das International Office meiner Heimathochschule, mit dem ich regelmäßig im Austausch stand. Zusätzlich half mir mein Professor mit Tipps und der Auswahl meiner Module. Besonders wertvoll war auch der Kontakt zu ehemaligen Studierenden, die bereits ein Auslandssemester am ICMS absolviert hatten und ihre Erfahrungen mit mir teilten. Die Bewerbung selbst war grundsätzlich unkompliziert, zog sich jedoch über einen längeren Zeitraum. Der Prozess bestand aus mehreren Schritten, darunter die Kurswahl, die Bewerbung für das PROMOS-Stipendium, die Bewerbung an der Gasthochschule sowie organisatorische Punkte wie Gebühren, Annahme des Studienplatzes und das Visum.
Insgesamt würde ich empfehlen, sich mindestens sechs Monate vorher mit der Bewerbung zu beschäftigen, um alles entspannt und ohne Zeitdruck erledigen zu können.Sprachlich bereitete ich mich durch ein Business-Englisch-Modul an meiner Heimathochschule vor, das mir besonders im Hinblick auf Fachbegriffe und akademisches Schreiben sehr half. Zusätzlich absolvierte ich einen Duolingo-Sprachtest, der mir von der Gasthochschule selbst empfohlen wurde und eine günstigere Alternative zu anderen Tests darstellte. Zu Beginn des Semesters war mein Englisch im Alltag kein Problem, allerdings brauchte ich etwas Zeit, um mich an das akademische Schreiben und die betriebswirtschaftliche Fachsprache auf Englisch zu gewöhnen, sowie über komplexere Themen zu sprechen.
Zu den organisatorischen Vorbereitungen gehörten außerdem das Visum, die Krankenversicherung und die Flugbuchung. Das Visum erhielt ich bereits nach etwa einer Woche, war aber der aller letzte Schritt. Als Versicherung nutzte ich die OSHC-Versicherung der Allianz, die unkompliziert und preislich angemessen war. Die Flüge nach Australien sind zwar teuer, allerdings gibt es spezielle Studentendeals, bei denen man häufig Rabatte oder zusätzliches Gepäck erhält. Bereits bei der Ankunft am Flughafen in Sydney kam ich mit anderen internationalen Studierenden in Kontakt, mit denen ich gemeinsam per Uber nach Manly zur Hochschule fuhr. Der Austausch mit anderen Studierenden erfolgte größtenteils über WhatsApp-Gruppen, in denen sich viele internationale Studierende bereits vor der Abreise vernetzen. Dadurch besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, gemeinsam mit anderen Studierenden zu reisen oder zumindest zeitgleich anzukommen, was den Einstieg deutlich erleichtert. Zukünftigen Studierenden würde ich empfehlen, frühzeitig mit der Planung und Bewerbung zu beginnen und den Austausch mit anderen Studierenden aktiv zu suchen. Besonders das Reisen in Gruppen in Australien kann helfen, Unterkunfts- und Reisekosten zu reduzieren. Zudem ermöglicht der Kontakt zu Einheimischen und länger vor Ort lebenden Studierenden
einen tieferen Einblick in die australische Kultur und den Alltag, was den Mehrwert des Auslandsaufenthalts zusätzlich erhöht.
Aufenthalt
Gasthochschule und Land
Im Zeitraum vom 25. August bis zum 30. November absolvierte ich im Rahmen meines Studiums ein Auslandssemester am International College of Management Sydney (ICMS) in Manly, ein Stadtteil von Sydney in Australien. An meiner Heimathochschule studiere ich Wirtschaftsingenieurwesen Fachrichtung Maschinenbau. Das Auslandssemester stellte für mich eine wertvolle Ergänzung zu meinem bisherigen Studium dar und hat mir enorm geholfen fachlich als auch persönlich zahlreiche neue Erfahrungen zu erlangen. Die Entscheidung für das ICMS traf ich aus mehreren Gründen. Zum einen handelt es sich um eine Partnerhochschule, wodurch die Organisation und Anerkennung der Kurse deutlich
erleichtert wurde. Zum anderen hat das ICMS einen sehr guten Ruf und bietet ein praxisnahes Studienangebot im wirtschaftlichen Bereich. Zusätzlich bestand die Möglichkeit, den Aufenthalt über das PROMOS-Stipendium fördern zu lassen, was für mich ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung war. Ein weiterer entscheidender Punkt war, dass sich die ICMS im belebten Manly von Sydney befindet und sich Strandnähe befindet. Auch der Zeitpunkt des Auslandssemesters passte perfekt. Während in Deutschland Wintersemesterbeginn ist, herrscht in Australien Frühling und der Sommer steht kurz bevor. Das machte den Aufenthalt nicht nur angenehmer, sondern bot auch viele Möglichkeiten, das Land kennenzulernen.
Sydney selbst ist eine sehr internationale und lebendige Stadt mit vielen jungen Menschen, was sie besonders attraktiv für Studierende macht. Manly überzeugte zusätzlich durch seine Lage direkt am Meer, die entspannte Atmosphäre und die gute Verbindung ins Stadtzentrum. Mein erster Eindruck von der Hochschule war beeindruckend. Das ICMS befindet sich in einem historischen Gebäude, das von außen, sowie innen an ein Schloss ähnelt und einen sehr hohen Wiedererkennungswert hat. Der Campus wirkte von Anfang an sehr einladend. Besonders positiv fiel mir die offene und freundliche Art der Menschen auf. Man kam sehr schnell mit anderen Studierenden ins Gespräch und konnte problemlos Kontakte knüpfen. Trotz der großen Entfernung fühlte sich Australien jedoch kulturell nicht komplett fremd an, da viele Aspekte dem europäischen Lebensstil ähneln. Ein großes Plus war das aktive Campusleben. Zu Beginn des Semesters fand eine Orientation Week (O-Week) statt, in der man durch verschiedene Veranstaltungen, Aktivitäten und
Informationsangebote schnell Anschluss fand und auch die Stadt kennengelernt hat. Die Kurse waren mit etwa 15 bis 30 Studierenden relativ klein, wodurch ein persönlicher Austausch mit den Professoren möglich war und eine angenehme Lernatmosphäre entstand.
Auslandsaufenthalt
Während meines Aufenthalts am ICMS empfand ich die Betreuung als durchgehend sehr gut. Bei Fragen oder Problemen wurde einem jederzeit geholfen und alles vor Ort war sehr unkompliziert. Dadurch fühlte man sich schnell gut aufgehoben und integriert. Das Leistungsniveau der Kurse war insgesamt gut machbar. Eine Besonderheit war, dass jedes Modul über das Trimester hinweg aus mehreren Assessments bestand, meist drei pro Kurs. Diese waren überwiegend Hausarbeiten, teilweise aber auch Präsentationen oder Quizformate. Die größte Herausforderung war zu Beginn das akademische Englisch, vor allem beim Schreiben, sowie das unterschiedliche Zitieren. Mit ausreichender Vorbereitung und frühzeitigem Start der Assessments ließ sich der Arbeitsaufwand jedoch gut bewältigen. Die Professoren unterstützten dabei aktiv und gaben hilfreiches Feedback. Persönlich hatte ich während des Semesters keine größeren Schwierigkeiten. Bei einigen Studierenden zeigte sich jedoch, dass das Zeitmanagement eine Herausforderung sein konnte, insbesondere wenn mehrere Abgaben gleichzeitig anstanden. Insgesamt verlief das
Studium für mich jedoch sehr reibungslos. Fachlich konnte ich vor allem im Bereich Projektmanagement viel mitnehmen. Gleichzeitig verbesserten sich meine Englischkenntnisse deutlich, sowohl im Schreiben als auch im
Sprechen. Besonders wichtig war jedoch die persönliche Entwicklung. Allein in ein anderes Land zu gehen, sich dort zurechtzufinden und neue Kontakte zu knüpfen, stärkte mein Selbstvertrauen enorm. Auch das Solo Traveling nach dem Semester trug dazu bei, selbstständiger zu werden und offener auf neue Menschen zuzugehen.
In der Freizeit bot die Hochschule verschiedene Angebote wie Surfkurse oder einen wöchentlichen Fußballabend. Auch außerhalb des Campus gibt es in Manly viele Möglichkeiten, aktiv zu sein, beispielsweise durch Running Clubs, Fitnessstudios oder Wassersport. Der öffentliche Nahverkehr war zuverlässig und günstig. Zwar liegt der Campus
auf einem Hügel, wodurch der Weg zur Fähre etwas länger (ca. 15 Minuten) ist, jedoch kommt man problemlos in die Innenstadt von Sydney sowie zu Orten wie Bondi Beach oder den Blue Mountains.
In Bezug auf die Lebenshaltungskosten lagen diese insgesamt auf einem ähnlichen Niveau wie in Deutschland, beispielsweise im Vergleich zu Köln. Kosten für Lebensmittel, Kosmetikprodukte oder Restaurantbesuche waren weitgehend vergleichbar. Ein positiver Aspekt war, dass bei einem On-Campus-Aufenthalt an der Hochschule die Verpflegung (Frühstück, Mittag- und Abendessen) bereits inbegriffen war, wodurch sich die täglichen Ausgaben reduzierten. Auffällig war jedoch, dass Nachts Ausgehen, insbesondere in Bars oder Clubs, deutlich teurer ist als in Deutschland.
Nachbereitung
Insgesamt Rückblickend bot mir das Auslandssemester einen großen fachlichen und persönlichen Mehrwert. Besonders der internationale Studienkontext zeigte mir, wie wichtig interkulturelle Erfahrungen für eine spätere Tätigkeit in einem internationalen Umfeld sind. Während meines Aufenthalts in Sydney knüpfte ich zahlreiche Kontakte zu Studierenden aus verschiedenen Ländern, was mir neue Perspektiven auf Studium, Arbeitswelt und Kultur eröffnete.
Ein wesentlicher Gewinn war zudem die deutliche Verbesserung meiner englischen Sprachkenntnisse. Durch die regelmäßige Nutzung von Englisch in Vorlesungen, Gruppenarbeiten und im Alltag gewann ich zunehmend Sicherheit, insbesondere im Umgang mit fachlichen und projektbezogenen Inhalten. Gespräche über komplexere Themen auf
Englisch fielen mir mit der Zeit deutlich leichter.
Darüber hinaus stärkte der Aufenthalt meine interkulturelle Kompetenz, da ich eng mit Menschen aus unterschiedlichen kulturellen Hintergründen zusammenarbeitete und reiste. Nicht zuletzt hatte das Auslandssemester auch einen großen Einfluss auf meine persönliche Entwicklung. Ich wurde offener, selbstständiger und selbstbewusster, insbesondere durch neue soziale Situationen und eine anschließende Solo-Reise, bei der ich problemlos neue Kontakte knüpfen konnte.
Fazit
Rückblickend war das Auslandssemester für mich eine sehr bereichernde Erfahrung. Ich konnte nicht nur meine fachlichen und sprachlichen Kompetenzen erweitern, sondern auch wertvolle internationale Kontakte knüpfen. Besonders der internationale Kontext hat mir gezeigt, wie wichtig interkulturelle Erfahrungen für die persönliche und berufliche Entwicklung sind. Die Förderung durch das PROMOS-Programm stellte dabei eine wichtige Unterstützung dar. Insgesamt kann ich ein Auslandssemester am ICMS in Sydney jedem weiterempfehlen, der offen für neue Erfahrungen ist und sich sowohl fachlich als auch persönlich weiterentwickeln möchte. Für mich war dieser Aufenthalt ein wichtiger Schritt in meinem Studium und eine Erfahrung, die mich definitiv langfristig prägen wird.
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Unsere Mitarbeiter:innen aus dem International Office helfen Dir gerne weiter.
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