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Von Hochwasserschutz bis Robotik: Wie KI-Forschung Zukunft gestaltet

Wie muss sich KI weiterentwickeln, damit sie auch die Herausforderungen von morgen lösen kann? Genau dieser Frage widmete sich der Tag der Forschung der Rheinischen Hochschule Köln (RH) und der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW)). Der Tenor: „Wir wollen KI nicht nur feiern, sondern auch hinter die KI schauen“, betonte Prof. Dr. Susanne Rosenthal, Studiengangsleiterin Informatik und Vizepräsidentin für Forschung und Transfer an der RH Köln.

Deshalb ging es nicht nur um die großen Schlagworte rund um Künstliche Intelligenz, sondern vor allem um konkrete Forschungsprojekte:

  • KI in der Robotik: Wie können intelligente Systeme in der physischen Welt eingesetzt werden?

  • Predictive Maintenance: Wie lässt sich mit KI erkennen, wann Maschinen Verschleiß zeigen und gewartet werden müssen?

  • KI im Hochwasserschutz: Wie können Daten und intelligente Modelle dabei helfen, Hochwasser früher zu erkennen?

  • KI für den Waldumbau: Wie können Robotik und KI bei Aufforstung und Waldpflege unterstützen?

  • KI-gestütztes Wissensmanagement: Wie lässt sich Wissen in Unternehmen sichern und nutzbar machen, wenn erfahrene Mitarbeitende ausscheiden?

  • AutoML: Wie können Verfahren des maschinellen Lernens selbst stärker automatisiert werden?

Diese Beispiele zeigen: KI-Forschung beschäftigt sich längst nicht mehr nur mit Chatbots oder der Frage, wie leistungsfähig ein Modell ist. Sie beschäftigt sich zunehmend damit, wie KI in komplexen realen Situationen zuverlässig, effizient und sinnvoll eingesetzt werden kann. 

Und genau hier setzte der gemeinsame Deep Dive in KI-Ansätze der Zukunft an: Welche neuen methodischen und konzeptionellen Ansätze brauchen wir, um die Herausforderungen von morgen zu bewältigen? Welche Rolle spielen dabei Sicherheit, Ressourcenverbrauch, Verantwortung und der Mensch?

Für die Rheinische Hochschule Köln ist Forschung deshalb immer auch ein Blick nach vorn: Technologien verstehen, neue Ansätze entwickeln und gemeinsam darüber diskutieren, wie daraus Lösungen für die Zukunft entstehen können.

Prof. Dr. Wilhelm Nüßer, Vizepräsident für Forschung, Entwicklung und Transfer der FHDW, warnt: „Man sollte niemals ein Werkzeug mit dem Ziel einer Lösung verwechseln. KI hat kein Wissen um die Welt, kein eigenes Verständnis wirtschaftlicher Zusammenhänge und keine ethischen Beweggründe.“ 

Neben Vorträgen und Diskussionen gab es auch Präsentationen möglicher Anwendungsbereiche, z.B. ein virtuelles Produktionslabor (vRH-Factory), das moderne Fertigungsprozesse in einer Laborumgebung abbildet oder ein KI-Modell, das aufgrund von Pegelstands- und Wetterdaten Hochwasserprognosen erstellen kann (FHDW). 

Der Mensch bleibt entscheidend

Der Tag der Forschung 2026 machte deutlich: KI entwickelt sich weiter – und mit ihr verändern sich auch die Forschungsfragen. Es geht längst nicht mehr allein darum, was ein Modell leisten kann. Ebenso wichtig sind Zuverlässigkeit, Nachvollziehbarkeit, Ressourceneffizienz und die Frage, wie Menschen mit den Ergebnissen von KI umgehen.

KI kann in vielen Bereichen unterstützen, Prozesse verbessern und neue Möglichkeiten eröffnen. Gleichzeitig bleiben ihre Ergebnisse fehleranfällig und müssen kritisch eingeordnet werden.

Damit wird der Mensch nicht aus der Prozesskette verdrängt. Im Gegenteil: Von der Konzeption über die Entwicklung bis zur Anwendung bleibt menschliche Kompetenz entscheidend. Wer KI sinnvoll einsetzen will, muss deshalb nicht nur wissen, was die Technologie kann, sondern auch verstehen, wo ihre Grenzen liegen und wie ihre Ergebnisse zustande kommen.

Herzlichen Dank an alle Referierenden, Studierenden und Gäste für den inspirierenden Tag der Forschung!